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Tanja "coffeemakerin" Merget – vom Spätstart zur Profi-Instruktorin

  • Autorenbild: Michel
    Michel
  • 16. Juni 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Folge #177 - Die Trainerin


230 Tage im Jahr auf dem Motorrad. Nicht für eine Weltreise – sondern im Dienst der Fahrsicherheit ganz unterschiedlicher Menschen. Genau das ist der Alltag von Tanja, in der Szene besser bekannt als coffeemakerin. Sie fand zwar erst spät zum Motorradfahren, startete dann aber umso schneller durch: mit tausenden Kilometern auf den Tachos ihres vielfältigen Fuhrparks und den unterschiedlichsten Trainings.


Valle on Tour in Motorradbekleidung mit einem Mikrofon auf einer Veranstaltung
Ihre Schäfchen immer im Blick: Fokussiert und erfahren für mehr Sicherheit auf dem Motorrad.

Von dem Traum "Vespa" zum A-Motorradführerschein in fünf Wochen


In jungen Jahren fehlte das Geld für den Motorradführerschein – also musste der Traum erstmal warten. Zum 40. Geburtstag erfüllte sich Tanja ihn schließlich mit einer 50er Vespa, die sie noch mit dem Autoführerschein fahren durfte. Der Spaß war so groß, dass im ersten Jahr schon 6.000 Kilometer auf dem Tacho standen. Die logische Konsequenz: der A-Schein musste her. Gesagt, getan – fünf Wochen später war er in der Tasche.


Aus dem späten Einstieg wurde schnell mehr als ein Hobby. Heute sind vier Motorräder in ihrem Fuhrpark, darunter ihre erste große Liebe, eine Ducati Monster 796, und gleich zwei BMW S1000RR. Dazu kommen eine BMW F900 GS für Reisen und Gelände sowie ein Pitbike für die ganz feine Schule der Fahrtechnik.




Vom Hobby zum Beruf: Wie aus Tanja eine Instruktorin wurde


Seit 2014 ist Tanja ISO-zertifizierte Motorrad-Trainerin nach ADAC/DVR-Richtlinien, ein Jahr später kam die Zertifizierung für PKW dazu. Was als persönliche Leidenschaft begann, ist heute ihr Beruf: Sie gibt Einsteigerkurse genauso wie Intensivtrainings und Rennstrecken-Coachings – inzwischen für nahezu jedes Level und jedes Fahrzeug, vom Motorrad über den PKW bis zum Kleintransporter.





Überraschungsabstecher in den Porsche Cup


Wer denkt, Tanja bliebe ausschließlich auf zwei Rädern, der irrt: 2023 und 2024 ist sie im Porsche Cup Deutschland an den Start gegangen – ein Abstecher auf vier Räder, der zeigt, wie breit ihr fahrerisches Können tatsächlich ist. Wie es dazu kam und wie es für sie lief, erzählt sie ausführlich im Podcast.


Ein Sturz, der alles veränderte – und trotzdem nicht aufhielt


Dass Fahrsicherheit für Tanja mehr als ein Beruf ist, hat einen sehr persönlichen Grund. 2013, auf dem Rückweg von einer Motorradtour am Gardasee, kam ihr auf dem Penser Joch in einer Linkskurve ein anderes Motorrad entgegen. In Sekundenbruchteilen musste sie reagieren: Sie bremste kontrolliert mit ABS, erkannte aber, dass der entgegenkommende Fahrer sein Bike nicht mehr unter Kontrolle bekommen würde. Sie verließ ihre Maschine im hohen Bogen – die beiden Motorräder krachten ineinander, sie selbst kam dank kompletter Schutzausrüstung mit Prellungen davon.


Drei Wochen später, kaum passte der Fuß wieder in den Stiefel, saß sie erneut im Sattel – mit einer neuen Monster. Diese Konsequenz und der Wille, aus der eigenen Erfahrung zu lernen und sie weiterzugeben, ziehen sich bis heute durch ihre Arbeit als Trainerin.


Warum Training für alle ist – nicht nur für Einsteiger


Eine ihrer klarsten Botschaften: Fahrtrainings sind nicht nur etwas für Anfänger, sondern für jeden, der besser und sicherer fahren will. Dazu gehört für sie immer auch die richtige Ausrüstung – ohne Kompromisse. Und ihr Rat an alle, die selbst erst spät einsteigen wollen, ist eindeutig: Respekt vor der Maschine ist gut, Angst ist dabei der schlechteste Begleiter. Mehr von Tanjas Geschichte, ihren Trainings und wie sie es in den Porsche Cup geschafft hat, gibt's in der aktuellen Folge Gasgeflüster.


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